Zahlung der Grundsteuer nach Veräußerung eines Grundstücks

- Die Gemeinde muss den Änderungsbescheid des Finanzamtes abwarten –

Manche Eigentümer, die ein Grundstück verkaufen, sind der Auffassung, dass die Gemeinde die Grundsteuer ab dem Zeitpunkt der Veräußerung vom Erwerber zu erheben habe, insbesondere wenn im Kaufvertrag eine entsprechende Regelung für diesen Stichtag getroffenen wurde.

Es wird deshalb darauf hingewiesen, dass ein unterjähriger Wechsel der Grundsteuerschuld nicht möglich ist.

Die Gemeinde kann Änderungen in der Grundsteuer nur dann vornehmen, wenn vom  Finanzamt ein geänderter Grundsteuermessbescheid zum erfolgten Eigentümerwechsel erteilt wurde. Diese Zurechnungsfortschreibung erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 22 Abs. 4 des Bewertungsgesetzes) immer auf den 1. Januar des dem Kaufvertrag nachfolgenden Jahres.

Kaufvertragsvereinbarungen zum unterjährigen Wechsel der Steuerschuld können daher bei der Veranlagung der Grundsteuer nicht berücksichtigt werden.

Privatrechtliche Vereinbarungen (z.B. zur Erstattung bereits gezahlter Grundsteuer) gelten lediglich im Innenverhältnis zwischen Verkäufer und Erwerber.

 

Wir bitten um Beachtung.

Für weitere Fragen steht Ihnen das Finanzamt Ravensburg unter Tel. 0751-403 717 zur Verfügung.